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Lamellen
Für gewöhnlich sind Lamellen dünne, lange Scheiben, Blätter oder Klingen. Sie liegen parallel zueinander und sind, zusammengehalten durch Fäden, an einer Oberschiene angebracht. Man sieht Lamellen typischerweise in Büros, in Banken und auf Flughäfen oder Bahnhöfen. Sie dienen als Sonnen- und Sichtschutz und werden auch als Raumtrenner in Gewerbe, Handel und in der Tierhaltung benutzt. Sie sind zu unterscheiden von Jalousien, da Lamellen nicht waagerecht, sondern senkrecht an der Aufhängung befestigt sind. Das ist sinnvoll, weil auf diese Weise kein Staub an den Lamellen haften kann. Zudem haben sie durch ihre gradlinige, schlichte Form eine beruhigende Wirkung auf den Betrachter. Sie können aus Aluminium, textilem Material, Kunststoff, Holz oder Naturfasern bestehen. Sogar an einer Schrägen, also z.B. einer abfallenden Decke lässt sich die Führungsschiene für die Lamellen installieren. Man kann sie problemlos auf- oder zuziehen, jede Lamelle lässt sich zusätzlich um bis zu 180 Grad drehen. Damit lassen sich Lichteinfall und Helligkeit effektiv steuern. Das Prinzip der Lamellen hat sich der Mensch, wie so oft, aus der Natur abgeschaut. Man findet organische Versionen der Lamellen im Innern von Pilzen oder in Form von Kiemen bei Fischen. Für das eigene Zuhause sind sie trotz ihrer offensichtlichen Vorteile nicht so beliebt. Das liegt vermutlich daran, dass Lamellen den Besitzer unter anderem an Wartezimmer in Arztpraxen oder den eigenen Arbeitsplatz erinnern. Deshalb greift der Privatmann lieber auf Gardinen oder das optische Gegenteil der Lamellen zurück: Die Jalousie.
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